Allgemeine Geschäftsbedingungen

Nutzungsbedingungen der Matiamu-Plattform.

Stand: Juni 2026

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für die Bereitstellung und Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung „Matiamu“ (nachfolgend „Plattform“ oder „Matiamu“) durch die Limani Bildungsinstitut GmbH & Co. KG, Düsseldorfer Str. 64, 44143 Dortmund (nachfolgend „Anbieter“, „wir“ oder „uns“).

(2) Vertragspartner (nachfolgend „Kunde“) sind ausschließlich Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen, insbesondere Bildungsträger, Maßnahme- und Weiterbildungsträger. Die Plattform richtet sich nicht an Verbraucher im Sinne des § 13 BGB.

(3) Es gelten ausschließlich diese AGB. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als wir ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt haben.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

(1) Matiamu ist eine cloudbasierte, mandantenfähige Software für Bildungsträger zur Verwaltung von Teilnehmenden, Maßnahmen, FbW-Kursen, Dokumentation, Anwesenheiten, Nachweisen und Abrechnung. Der Anbieter stellt dem Kunden die Plattform für die Dauer des Vertrags über das Internet zur Nutzung bereit (Software as a Service).

(2) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweils gewählten Leistungsbeschreibung bzw. dem Bestell- oder Angebotsdokument. Zusätzlich zubuchbar sind insbesondere die Module „Qualitätsmanagement“ sowie „Zeiterfassung & Urlaub“.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform fortlaufend weiterzuentwickeln, zu aktualisieren und einzelne Funktionen zu ändern, soweit dies den Vertragszweck nicht wesentlich beeinträchtigt und für den Kunden zumutbar ist. Wesentliche Funktionseinschränkungen werden rechtzeitig angekündigt.

(4) Optionale KI-gestützte Funktionen (z. B. Entwürfe für Dokumentation und Berichte) erzeugen lediglich Vorschläge. Die inhaltliche Prüfung und Freigabe obliegt stets dem Kunden. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die fachliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder Verwendbarkeit KI-generierter Entwürfe. Die KI-Verarbeitung erfolgt im Produktivbetrieb über Google Cloud Vertex AI in der Region Frankfurt am Main (Deutschland); eine Übermittlung an US-basierte KI-Drittanbieter (z. B. OpenAI oder die öffentliche Gemini-API) findet dabei nicht statt.

§ 3 Vertragsschluss, Demo und Testphase

(1) Die Darstellung der Plattform auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar. Der Vertrag kommt durch Bestellung des Kunden und deren Annahme durch den Anbieter (z. B. durch Auftragsbestätigung oder Freischaltung des Zugangs) zustande.

(2) Eine unverbindliche Produktdemonstration kann über das Demo-Formular angefragt werden. Aus einer Demo entsteht kein Nutzungsanspruch.

(3) Soweit eine kostenlose Testphase angeboten wird, endet diese automatisch mit Ablauf des Testzeitraums, ohne dass es einer Kündigung bedarf, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

§ 4 Verfügbarkeit und Wartung

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform. Der Anbieter gewährleistet eine Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel, gemessen am Server-Ausgang des Rechenzentrums.

(2) Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind Zeiten, in denen die Plattform aufgrund von Wartungsarbeiten, notwendigen Sicherheitsmaßnahmen oder aus Gründen, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (z. B. höhere Gewalt, Störungen von Drittanbietern, Internet-Ausfälle), nicht erreichbar ist. Planbare Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit in nutzungsarme Zeiten gelegt und rechtzeitig angekündigt.

§ 5 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist verpflichtet, Zugangsdaten geheim zu halten, gegen den Zugriff Dritter zu schützen und die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen. Der Kunde benennt verantwortliche Administratoren und verwaltet die Zugriffsrechte seiner Nutzer eigenverantwortlich.

(2) Der Kunde stellt sicher, dass er zur Verarbeitung der von ihm in die Plattform eingegebenen personenbezogenen Daten berechtigt ist und die datenschutzrechtlichen Pflichten als Verantwortlicher (vgl. § 9 dieser AGB sowie die Auftragsverarbeitungsvereinbarung) erfüllt.

(3) Der Kunde darf die Plattform nicht missbräuchlich nutzen, insbesondere keine rechtswidrigen Inhalte einstellen, keine Schutzmechanismen umgehen und die Funktionsfähigkeit nicht beeinträchtigen (z. B. durch automatisierte Massenabfragen oder Schadsoftware).

(4) Der Kunde ist für die regelmäßige Kontrolle und Freigabe der von ihm erstellten oder per KI-Funktion entworfenen Dokumentation und Nachweise selbst verantwortlich.

§ 6 Vergütung und Zahlungsbedingungen

(1) Die Nutzung der Plattform ist entgeltlich. Es gelten die im Bestell- bzw. Angebotsdokument vereinbarten Preise. Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus; zubuchbare Module werden zusätzlich berechnet.

(2) Alle Preise verstehen sich zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.

(3) Rechnungen werden elektronisch nach GoBD-konformer Logik bereitgestellt. Rechnungsbeträge sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug fällig.

(4) Befindet sich der Kunde mit der Zahlung in Verzug, ist der Anbieter nach erfolgloser Mahnung und Fristsetzung berechtigt, den Zugang zur Plattform vorübergehend zu sperren. Der Anspruch auf die Vergütung bleibt hiervon unberührt.

§ 7 Laufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Parteien mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Abrechnungsmonats gekündigt werden, sofern im Bestell-/Angebotsdokument keine abweichende Laufzeit vereinbart ist.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei erheblichen oder wiederholten Vertragsverstößen des Kunden oder bei Zahlungsverzug trotz Mahnung vor.

(3) Kündigungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail an hallo@matiamu.de).

(4) Mit Vertragsende erlischt das Nutzungsrecht. Zur Datenrückgabe und -löschung gilt § 10.

§ 8 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei Arglist, im Rahmen einer übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung der von ihm exportierbaren Daten im Rahmen der von der Plattform bereitgestellten Exportfunktionen mitverantwortlich. Bei Datenverlust haftet der Anbieter nur für den Aufwand, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung der Daten erforderlich gewesen wäre.

§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet (insbesondere Teilnehmer- und Mitarbeitendendaten, die der Kunde in die Plattform eingibt), ist der Kunde datenschutzrechtlich Verantwortlicher und der Anbieter Auftragsverarbeiter.

(2) Die Einzelheiten der Auftragsverarbeitung regelt die Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV), die unter https://www.matiamu.de/legal/avv abrufbar ist und mit Vertragsschluss Vertragsbestandteil wird.

(3) Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung unter https://www.matiamu.de/legal/datenschutz.

§ 10 Datenexport und Löschung bei Vertragsende

(1) Der Kunde kann seine in der Plattform gespeicherten Daten während der Vertragslaufzeit über die bereitgestellten Exportfunktionen in einem gängigen, maschinenlesbaren Format exportieren.

(2) Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden die Daten für einen Zeitraum von 30 Tagen zum Export bereit und löscht die personenbezogenen Daten anschließend nach Maßgabe der AVV, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

§ 11 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Dortmund, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(3) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

Anbieter:Limani Bildungsinstitut GmbH & Co. KG · Düsseldorfer Str. 64 · 44143 Dortmund · E-Mail: hallo@matiamu.de — vollständige Anbieterkennzeichnung im Impressum.